Gemeinsame Sache: Eine Motorik-Anlage für unseren Schulbezirk

Motorik-Anlage:

Zur Realisation
der
Anlage

Etwas über
Wahrnehmung

Die Einweihungs-
feier

Fotos:

Die Bauphase
der Anlage

Inbesitznahme
durch Kinder

Presse:

Ahlener Zeitung

Die Glocke

Link:

Hersteller:
play team

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Zur Realisation der Anlage

Grundrisszeichnung

(als PDF-Datei mit freundl. Genehmigung von play team)

(gs). Auf dem Schulhof der Freiligrathschule herrschte in diesen Sommerferien keine übliche Stille. Im Gegenteil: Bagger gruben ein riesiges Loch, große LKW fuhren Erde ab und Sand an: Eine große Motorik-Anlage warf ihren Schatten voraus. Schon einige Jahre schlummerte in der Schublade der Freiligrathschule der Plan für eine solche Anlage, die kein Spielgerät im herkömmlichen Sinne ist. Trainiert werden mit Hilfe dieser Anlage gezielt verschiedene Wahrnehmungsbereiche wie z.B. das Gleichgewicht und die Bewegungs- und Lagewahrnehmung. Sind diese Sinne gut entwickelt und trainiert, ist das Lesen, Rechnen und Schreiben lernen leichter. Geschulte Sinne helfen aber auch, Unfälle beim Spielen zu vermeiden.

Viele Kinder weisen in diesem Bereich erhebliche Defizite auf, weil heute zu viel Zeit bewegungsarm verbracht wird. Die Freiligrathschule versucht schon seit einigen Jahren mit einer bewegungsfreudigen Schule entgegenzusteuern. Auf diesem Weg sind wir nun ein gehöriges Stück weiter gekommen. Realisiert werden konnte diese Anlage aber nur, weil viele im Interesse der Kinder gemeinsame Sache gemacht haben: Die Fördervereine von Freiligrathschule und der benachbarten Ludgerischule waren überaus aktiv, um die nicht unerheblichen Kosten von rund 30.000 €  bezahlen zu können. Die Stadt Ahlen gab einen Zuschuss, auch die Glückauf-Stiftung beteiligte sich.

Zeichnung: Nicklas, 3b

Bemerkenswert ist das Engagement der Eltern: Die Firmen Sudholt und Bernd Rolf engagierten sich mit ihrer Erfahrung und ihren technischen Möglichkeiten. Thorsten Pollhaus (Firma Lanwehr) opferte einen Urlaubstag, um eine notwendige Abstützung zu bauen. Andere Väter, Mütter und Kinder schwitzten auf dem Parkplatz des Bürgerzentrums in Ahlen, um den Sand von einem Beachvolleyball-Turnier dort aufzuladen und zum Schulhof zu bringen. Nachdem die Lieferfirma den Aufbau der Geräte abgeschlossen hatte, trafen sich wieder Eltern, um den Sand auf der großen Fläche zu verteilen. Herr Wittwer unterstützte die Arbeiten mit einem Mini-Bagger.

Vor der Spielanlage ergab sich eine freie Fläche von etwa 60 m². Jetzt konnte sich die Ganztagsschule einen lang gehegten Wunsch erfüllen: Ein kleiner Garten wurde angelegt. Damit die Kräuter, Blumen und Beeren auch ungestört wachsen können, organisierte ein Vater einen schönen Holzzaun für den Garten. Im September konnte endlich die Anlage unter großem Jubel der Schülerinnen und Schüler freigegeben werden.