Sebastian Sumpf, 4b: Die Gangsterjagd
Es begann alles an einem langweiligen Nachmittag, wir waren gerade bei Sebastian Scheer. Weil uns langweilig war, sind wir raus gegangen. Wir gingen an der Werse entlang. Nach einer Weile kam uns eine Flasche entgegen geschwommen, es war eine Karte darin. Leider keine Schatzkarte. Aber es war zweifellos eine genaue Wegbeschreibung zu einem Abenteuer.
Auf der Karte stand: "Wer diese Karte findet, bringe sie bitte zur Polizei, ich werde hier festgehalten." Dazu waren einige Striche aufgezeichnet, die wohl Straßen darstellen sollten. An einer Stelle war ein Kreuz gemalt.
Uns war plötzlich gar nicht mehr langweilig, im Gegenteil wir waren sehr aufgeregt. Was sollten wir tun? Sebastian sagte zu mir: "Lass uns zur Polizei gehen." Ich stimmte zu.
Auf der Wache lachten die Polizisten nur und sie meinten es wäre ein Kinderscherz und wir sollten mal wieder nach Hause gehen. Wir fassten den Entschluss selbst Detektiv zu spielen. Ein bisschen Angst hatten wir doch. Wir schauten uns die Karte noch einmal genauer an.
Wir gingen stromaufwärts an der Werse entlang. Auf einmal kam uns eine Stelle bekannt vor, wir verglichen mit der Karte und stellten fest, dass wir kurz vorm Ziel waren. Vor uns stand ein alter Schuppen mit einem alten kaputten Schild auf dem "Betreten verboten" stand.
Leise schlichen wir uns an. Da sahen wir, wie eine weitere Flasche aus dem Fenster flog. Wir fischten sie aus dem Wasser. Diesmal war nur ein zerfetztes Blatt in der Flasche, darauf stand: "Hilfeee!!!" Es wurde Zeit, dass wir etwas unternahmen. Ich dachte: "Hoffentlich werden wir nicht erschossen oder festgehalten." Wir schauten durch das kaputte Fenster, aus dem die Flasche geworfen wurde.
Wir sahen wie ein Gangster, der mit einer Pistole bewaffnet war, den Schuppen verließ. Kurz darauf hörten wir ein Auto wegfahren. Das war das Zeichen für uns, die Schokoladenpistolen aufzuessen die wir als Notreserve mitgenommen hatten. Mit neuer Energie geladen begannen wir die Tür aufzubrechen. Mein Herz klopfte schneller als ich seltsame Geräusche hörte. Ängstlich schauten wir uns um. Auf einmal wurden wir angefallen, es war die Hauskatze. Gerade hatten wir uns von dem Schock erholt, als sich zwei Pistolen in unsere Rücken bohrten.
Mit zitternden Knien kamen wir der Aufforderung nach, uns umzudrehen. Mit Entsetzen sahen wir die Gegenstände in den Händen von zwei Ganoven, es waren Schokoladenpistolen . Uns wurde übel bei dem Gedanken daran, wie viele wir schon gegessen hatten.
Die Ganoven entpuppten sich als
Frau Müller und Marcel Kerkhoff, die uns ein Abenteuer bescheren
wollten. "Und wer war die andere Person, die vorhin
weggefahren ist?" fragte ich. "Du meinst sicher Herrn
Böhm," sagte Frau Müller." "Der hatte auch genug
von den Schokoladenpistolen". Plötzlich sahen wir im
Hintergrund Mario, der eine Strafarbeit schreiben musste.
Er war die Geisel.
Die Werse ist ein kleiner Fluss. Er entspringt in den Beckumer Bergen und fließt mitten durch Ahlen, dem Ort in dem die Gangsterjagd stattfindet. Die Werse mündet nördlich von Münster in die Ems.