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Links zu Beiträgen einzelner Klassen der Freiligrathschule zum "Kulturstrolche"- Projekt

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Unterrichtsgang zum Stadtmuseum

Zu Besuch in der Stadtbücherei

Was macht meine kleine Geige?

Eine kleine Geige möcht' ich haben

Von unserer Teilnahme am Projekt Kulturstrolche

Kulturstrolche: Theaterpädagogischer Workshop

Hinter den Spiegeln: Theaterpädagogischer Workshop

Kulturstrolche: Nachlese zum Theaterbesuch in Hamm

Musical in der Stadthalle: Tanz der Gaukler

 

Breites Bündnis für Bildung im frühen Schulalter - Vertreter der beteiligten Kooperationspartner

Presseinformation

Herausgeber: Der Bürgermeister der Stadt Ahlen, Redaktion: Pressestelle Rathaus,

Westenmauer 10, 59227 Ahlen, Tel.: 02382/59 455, Fax.: 02382/59 441

„Kulturstrolche“ eine Ahlener Erfolgsgeschichte -

Im nächsten Schuljahr mit mehr als 80 Klasse

Ahlen. Die Ahlener „Kulturstrolche“ sind eine wunderbare Erfolgsgeschichte. „Alle beteiligten Grundschulen sowie die kooperierenden Kultureinrichtungen in Ahlen und Umgebung sind sich in einem Punkt einig“, freut sich Cristina Loi, Kulturchefin der Stadt Ahlen: Die Häuser waren noch nie so ausgefüllt mit munteren, aber auch konzentriert mitmachenden Kindern.

Seit dem Schuljahr 2010/2011 lernen die „Kulturstrolche“ in der Stadt Ahlen ab der 2. Klasse drei Jahre lang die Fülle der kulturellen Angebote aller Kultursparten in ihrer Heimatstadt kennen. Sie besuchen mit ihren Klassenkameraden und Lehrern die Kultureinrichtungen, nutzen kulturpädagogische Angebote in Ahlen sowie der Region (Helios Theater Hamm, Filou Theater Beckum) und blicken aktiv hinter die Kulissen. Die „Kulturstrolche“-Angebote sind in einem Katalog zusammengefasst. Jeder Kulturbesuch wird durch einen Sticker in ihrem persönlichen „Kulturstrolche“-Sammelheft dokumentiert.

Erst in der vergangenen Woche sind die „Kulturstrolche“ mit ihrem „kleinen Bruder“, dem I-Dötzchen-Pass, mit dem Kulturförderpreis des Landes NRW ausgezeichnet worden. „Das Konzept versteht die kulturelle Bildung als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe“, erläutert Cristina Loi. „Unter Berücksichtigung der Bevölkerungsstruktur soll Kindern und Jugendlichen unabhängig von sozialen und ökonomischen Voraussetzungen der Zugang zu Kunst und Kultur und damit zu einer umfassenden Bildung leicht gemacht werden“, setzt sie auch darauf, dass gleichzeitig die Identifizierung mit Ahlen als Heimatstadt gestärkt wird.

Das Projekt „Kulturstrolche“ wird in Ahlen in der Projektträgerschaft der städtischen Kultur- und Schulabteilung betreut und umgesetzt. Seit Oktober wurde zudem eine Stelle im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres „Kultur“ für den Bereich „Förderung Kultureller Bildung“ eingerichtet. „Neben den zur Verfügung stehenden Landesmitteln wird das Projekt großzügig durch die Sparkassenstiftung für Ahlen, Drensteinfurt und Sendenhorst unterstützt“, bedankt sich Loi für die hilfreiche Förderung.

Dr. Timm Hüttemann faszinieren besonders die Praxisbezüge. „Wenn Kinder am Modell lernen, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen“, sieht der Bereichsleiter der Sparkasse Münsterland Ost einen erfolgversprechenden Weg eingeschlagen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, allen Ahlener Grundschülern von der 2. bis zur 4. Klasse die Teilnahme am „Kulturstrolche“-Projekt auf Dauer zu ermöglichen“, wird Cristina Loi dennoch auch in Zukunft nicht aufgeben, sich ständig nach weiteren Förderern umzuschauen.

Besonderen Stellenwert genießen die Kulturstrolche im Kunstmuseum. „Sie sind häufig die ersten Besucher einer Ausstellung überhaupt“, bindet Museumspädagogin Dagmar Schmidt die Grundschüler schon beim Aufbauen ein. „Dabei können sie sogar Künstler und Handwerker sehen und erleben viel mehr als andere Besucher.“

Für Ute Czieslik-Mende, Leiterin der Stadtbücherei, ist es entscheidend, dass die Kulturstrolche „vom Elternhaus unabhängig kulturelle Bildung anbieten“. Genau richtig sei dieser Ansatz, pflichtet auch die Leiterin der Diesterwegschule bei. Sie erlebe häufig dasselbe, wenn ihre Schülerinnen und Schüler eine Einrichtung kennengelernt haben. „Kommen die Kinder dann nach Hause und erzählen davon, wie toll es dort war, gehen die Familien auch anschließend ein weiteres Mal gemeinsam dorthin“, so Petra Braach.

Im laufenden ersten Schulhalbjahr waren allein elf Klassen im Kunstmuseum und  sechzehn in der Stadtbücherei zu Gast. Aber auch das Bürgerzentrum, die Musikschule, das Kino und das JuK-Haus mit ihren Angeboten sind gefragt. „Wir wollen den ersten Besuch so gestalten, dass er das Gefühl hinterlässt, dieses Haus ist spannend“, weiß Bürgerzentrum-Geschäftsführerin Christiane Busmann, dass der erste Eindruck über das spätere Besuchsverhalten entscheidet. Für Antje Günther von der Kreismusikschule sind die Besuche der Kulturstrolche nicht bloße Stippvisiten. Sie wirken vielmehr nachhaltig: „Nach drei Besuchen pro Klasse gelingt es schon, etwas Kompetenz zu vermitteln“, hat die Musiklehrerin erfahren.

Künftig kooperieren die Kulturgesellschaft und das „Phänomexx“ auf dem Zechengelände mit den Science Buddies der Realschule, um den Grundschülern Inhalte der Magnetkunstausstellung von Sandór Szombati anschaulich zu vermitteln. „Hier wollen wir den Grenzbereich zwischen bildender Kunst und  Wissenschaft ausloten“, ist Manfred Kehr von der städtischen Kulturabteilung überzeugt, dass sich „bei diesem hoch spannenden Projekt die Klassen die Klinke in die Hände geben werden“.

Hintergrund:

Innerhalb kürzester Zeit konnten ein Großteil der Ahlener Grundschulen sowie nahezu alle Kultur- und Bildungseinrichtungen in der Stadt Ahlen der Sparten Kunst, Literatur, Musik, Theater, Tanz, Medien, Geschichte und darüber hinaus für die Teilnahme an diesem Projekt gewonnen werden. Mittlerweile beteiligen sich alle Grundschulen und die Johanna-Rose-Schule mit insgesamt 42 Schulklassen sowie 16 Kultur- und Bildungseinrichtungen in Ahlen und Umgebung.

Perspektivisch werden bis zum Schuljahr 2013/2014 alle 2. bis 4. Klassen (ca. 84 Klassen mit rd. 2000 Kindern) an dem „Kulturstrolche“-Projekt beteiligt. Dies bedeutet, dass in nächster Zukunft alle Ahlener Grundschüler im Klassenverband oder in OGS-Gruppen die Kultureinrichtungen der Stadt Ahlen und der Umgebung im Rahmen ausgewählter kulturpädagogischer Aktionen kennen und Gelegenheit bekommen zur eigenen künstlerischen Betätigung. Gleichzeitig stellen Schulen für die kulturellen Einrichtungen ein wichtiges Bindeglied zu Kindern und Jugendlichen, den potentiellen Besuchern „von morgen“, dar.

Angebote im Bereich der „Kulturellen Bildung“ tragen maßgeblich dazu bei, die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen besser auszuschöpfen, ihre Persönlichkeitsentwicklung zu stärken sowie ihre gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern. Mit dem Projekt „Kulturstrolche“ wird in diesem Sinne eine weitsichtige kulturelle Grundversorgung etabliert, welche sich den Herausforderungen aktueller gesellschaftlicher und sozialer Probleme stellt. Untrennbar mit ihrem kulturellen Leben verbunden, erhöht die Stadt Ahlen mit dieser Initiative zweifelsohne auch ihre Attraktivität als Lern- und Lebensraum für Eltern und Kinder.

Als Modellprojekt des Dezernates der Stadt Münster für Schule, Kultur und Sport wurden die „Kulturstrolche“ nach dreijähriger Pilotphase zum Kooperationsprojekt des Kultursekretariats NRW Gütersloh. Dort angesiedelt wird es von seinen Mitgliedsstädten in Kooperation mit Schulen und Kultureinrichtungen umgesetzt und vom Kultursekretariat aus Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW gefördert.

 

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