|
Unser Schulgottesdienst in der Passionszeit: Wir bringen unseren Kummer vor Gott |
||
(sb). Am Mittwoch, den 31. März feierten die Dritt- und Viertklässler ihren diesjährigen Passionsgottesdienst in der Christuskirche. In den vorhergehenden Wochen beschäftigten sich die Kinder mit dem Weg Jesu vom Einzug in Jerusalem bis zur Kreuzigung. In den letzten Unterrichtsstunden stand die Trauer der Freunde Jesu und der Verwandten über seinen Tod im Vordergrund. In Anlehnung hieran schrieben die Kinder auf Zettel, worüber sie selbst traurig sind, was ihnen Angst bereitet oder worüber sie sich ärgern. Im Gottesdienst verbanden wir die Sorgen der Kinder mit dem Tod Jesu. Zu Beginn wurde ein von den Schülern in der Schule vorbereiteter "Kummerkasten" in den Altarraum gebracht. Darin lagen die von den Kindern geschriebenen Klagen. Nach dem Lied „Halte zu mir guter Gott“ folgte eine Lesung in Anlehnung an Psalm 27 und ein Gebet. Hierin wurde den Kindern verdeutlicht, dass Gott sie nicht allein lässt und ihnen Kraft und Mut gibt. Er spendet Schutz bei Tag und Licht in der Nacht bei Leid und Traurigkeit. Anschließend lasen einige Schüler die Kummer-, Trauer- und Sorgenzettel vor und hängten sie an ein Holzkreuz im Altarraum. Sie handelten zum Beispiel von dem Tod der Großmutter oder eines Haustieres. Andere berichteten von Kriegen, dem Hunger in der Dritten Welt oder Krankheiten. Tägliche Streitigkeiten mit Klassenkameraden oder Geschwistern und Eltern erwähnten die Schüler ebenfalls. Die Kinder brachten symbolisch ihre Klagen, ihre Sorgen und ihren Kummer vor Gott. Gott hat am Kreuz Jesu mitgelitten, deshalb leidet er auch bei den Sorgen der Kinder mit. Es folgte das Lied: „Meine engen Grenzen“. |
Nach den Fürbitten und dem Vaterunser sangen wir das Lied: „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“. Den Kummerkasten stellten wir nach dem Gottesdienst in der Freiligrathschule auf.
Die Sorgen der Kinder sollten übertragen zur Auferstehung im Gottesdienst auch wieder nach Ostern aufgegriffen werden. Am dritten Tag war Jesu durch die Auferstehung in ein Leben übergegangen, dass den Tod bereits besiegt hatte. Die Ängste der Schüler durften nicht unbeantwortet bleiben. Symbolisch wollten wir ihnen Hoffnung spenden. Durch das Osterwunder sollten ihre Zettel symbolisch verwandelt werden. Dies können die Kinder nach den Osterferien sehen. [zurück] |
|