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Förderverein [zurück] [Startseite] Gemeinsame Sache: Motorik-Anlage für unseren Schulbezirk Zur Realisation der Anlage (gs). Auf dem Schulhof der Freiligrathschule herrschte in diesen Sommerferien keine übliche Stille. Im Gegenteil: Bagger gruben ein riesiges Loch, große LKW fuhren Erde ab und Sand an: Eine große Motorik-Anlage warf ihren Schatten voraus. Schon einige Jahre schlummerte in der Schublade der Freiligrathschule der Plan für eine solche Anlage, die kein Spielgerät im herkömmlichen Sinne ist. Trainiert werden mit Hilfe dieser Anlage gezielt verschiedene Wahrnehmungsbereiche wie z.B. das Gleichgewicht und die Bewegungs- und Lagewahrnehmung. Sind diese Sinne gut entwickelt und trainiert, ist das Lesen, Rechnen und Schreiben lernen leichter. Geschulte Sinne helfen aber auch, Unfälle beim Spielen zu vermeiden. Viele Kinder weisen in diesem Bereich erhebliche Defizite auf, weil heute zu viel Zeit bewegungsarm verbracht wird. Die Freiligrathschule versucht schon seit einigen Jahren mit einer bewegungsfreudigen Schule entgegenzusteuern. Auf diesem Weg sind wir nun ein gehöriges Stück weiter gekommen. Realisiert werden konnte diese Anlage aber nur, weil viele im Interesse der Kinder gemeinsame Sache gemacht haben: Die Fördervereine von Freiligrathschule und der benachbarten Ludgerischule waren überaus aktiv, um die nicht unerheblichen Kosten von rund 30.000 € bezahlen zu können. Die Stadt Ahlen gab einen Zuschuss, auch die Glückauf-Stiftung beteiligte sich. Bemerkenswert ist das Engagement der Eltern: Die Firmen Sudholt und Bernd Rolf engagierten sich mit ihrer Erfahrung und ihren technischen Möglichkeiten. Thorsten Pollhaus (Firma Lanwehr) opferte einen Urlaubstag, um eine notwendige Abstützung zu bauen. Andere Väter, Mütter und Kinder schwitzten auf dem Parkplatz des Bürgerzentrums in Ahlen, um den Sand von einem Beachvolleyball-Turnier dort aufzuladen und zum Schulhof zu bringen. Nachdem die Lieferfirma den Aufbau der Geräte abgeschlossen hatte, trafen sich wieder Eltern, um den Sand auf der großen Fläche zu verteilen. Herr Wittwer unterstützte die Arbeiten mit einem Mini-Bagger.
Vor der Spielanlage ergab sich eine freie Fläche von etwa 60 m². Jetzt konnte sich die Ganztagsschule einen lang gehegten Wunsch erfüllen: Ein kleiner Garten wurde angelegt. Damit die Kräuter, Blumen und Beeren auch ungestört wachsen können, organisierte ein Vater einen schönen Holzzaun für den Garten. Im September konnte endlich die Anlage unter großem Jubel der Schülerinnen und Schüler freigegeben werden. Unser Wahrnehmungssystem besteht aus verschiedenen Sinnesbereichen Dazu gehört die kinästhetische Wahrnehmung (Lage und Bewegungswahrnehmung).Eine gute Wahrnehmung in diesem Bereich ist unter anderem Voraussetzung für das Erlernen von schnellen und flüssigen Bewegungsabläufen, aber auch für die Bildung und Unterscheidung von Lauten im Bereich der Mundmotorik (Leselernprozess) sowie der Entwicklung der Feinmotorik (Schreibentwicklung). Für den schulischen Entwicklungsprozess ist die vestibuläre Wahrnehmung (Wahrnehmung des Gleichgewichts) von großer Bedeutung. Sie gibt dem Gehirn erforderliche Informationen über Lage und Haltungsveränderungen sowie Dreh- und Fortbewegungen des Körpers. So bleibt das Gleichgewicht erhalten. Kinder mit Defiziten in diesem Bereich haben Probleme mit der Gesamtkörperkoordination. Das führt dazu, dass diese Kinder öfter verunglücken.
Eingeschränkt ist aber auch die auditive Wahrnehmungsverarbeitung. Die Sprachentwicklung dieser Kinder ist verlangsamt und sie verfügen über einen geringeren Wortschatz. Ihnen fällt das Behalten schwer. Sie haben Schwierigkeiten in der Raumwahrnehmung und Probleme in der Auge-Hand-Koordination. _____________ Nach: Fachvortrag von Dr. Karlheinz Barth, Ahlen 24.10.2006, „Die Bedeutung des Schulfähigkeitsprofils für einen gelungenen Schulstart“ Die Einweihung der Spielgeräte Am 20. Oktober 2007 wurde die Anlage in einer kleinen Feierstunde offiziell eingeweiht. Die Kinder der OGS begrüßten die Gäste mit einem Lied. Ihrer Freude über die neue Anlage verliehen sie mit einer stimmgewaltigen Rakete Ausdruck. Schulleiter Reinhardt Böhm begrüßte den Vertreter der Stadt Ahlen Herrn Willmer sowie Herrn Meiwes als Vertreter der Glückauf-Stiftung. Herr Everding vertrat die Ludgerischule. Die Leiterinnen der drei benachbarten Kindertageseinrichtungen waren ebenfalls dabei, denn die Motorik-Anlage soll nun auch diesen Einrichtungen zur Verfügung stehen, damit die Kleinen frühzeitig ihre Sinne trainieren können. Natürlich waren die Eltern eingeladen, die durch ihre aktive Mitarbeit das Projekt so großartig unterstützt haben. Herr Böhm bedankte sich stellvertretend bei Frau Sudholt mit einem großen Blumenstrauß. Auch der Vertreter der Stadt schloss sich dem Dank an und sorgte mit einem Kino-Gutschein für eine kleine Entspannung nach der aufregenden Zeit.
Dank gab es seitens des Fördervereins an die Konrektorin Frau Stöver, die, wie es Schulleiter Böhm formulierte, durch ihre jahrelange Beharrlichkeit die Realisation der Anlage möglich gemacht hatte. Danach stürmten die Kinder der Offenen Ganztagsschule auf die Motorik-Anlage und zeigten den Gästen, welchen Spaß es macht, auf einer solchen „Wackel-Geschichte“ zu toben. Die Erwachsenen zogen es jedoch vor, sich bei einem kleinen Imbiss zu stärken und aufzuwärmen. [zurück] [Startseite] |