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Schulprogramm [zurück] [Startseite] Sprachförderung Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund steigt an der Freiligrathschule kontinuierlich an. Er wird im Schuljahr 2006 / 07 bei ca. 60 % liegen, bei den neu eingeschulten Kindern des kommenden ersten Jahrgangs auch noch darüber. Daraus ergibt sich eine Gesamtzahl von ca.140 Kindern. Diese Schülerinnen und Schüler besuchten fast alle ein oder zwei Jahre den Kindergarten und wurden zu 100% in Deutschland geboren. Dennoch sind ihre deutschen Sprachkenntnisse oft unzureichend, da sie zu Hause ausschließlich ihre Muttersprache sprechen, oftmals ein Elternteil direkt aus der Türkei stammt und sie durch ihre Wohnsituation nachmittags kaum deutsche Spielgefährten finden. So kommt der Sprachförderung eine besondere Bedeutung zu. Auch die Einrichtung der offenen Ganztagsschule zum Schuljahr 2004 / 05 dient unter anderem der Sprachförderung. Im März 2004 fand an der Freiligrathschule ein Impulsworkshop zur Sprachförderung statt, der von Frau Buhse und Frau Illner vom Landesinstitut moderiert wurde. An dieser im Rahmen des Modellversuchs „Selbstständige Schule“ durchgeführten Tagung nahmen Eltern der Freiligrathschule, Kolleginnen und Kollegen benachbarter Schulen und Erzieherinnen aus den Kindertageseinrichtungen des Schulbezirks teil. Dieser erste konkrete Austausch zwischen den Akteuren im Bereich der Sprachförderung zeigte deutlich die Stellung der Grundschule im Zusammenhang der verschiedenen Bildungseinrichtungen auf und bildet jetzt die Grundlage für die Kooperation, die besonders ausgeprägt mit den Tageseinrichtungen und der benachbarten Geschwister –Scholl – Hauptschule stattfindet. Die Eltern der Kinder setzten sich in der Tagung für den Erhalt des Muttersprachlichen Ergänzungsunterrichts ein. Das im Weiteren dargestellte Konzept der Freiligrathschule wurde in nachmittäglichen Arbeitsgruppen des Impulsworkshops und in einer SchiLF – Maßnahme im November 2004 entwickelt und in den Folgeschuljahren kontinuierlich überarbeitet und ergänzt. 1. Vorkurs Jede Vorschulgruppe besteht aus max. 12 Kindern, deren Sprachtest bei der Einschulung einen besonderen Förderbedarf ergeben hat. Der Unterricht findet ab Februar mindestens 3 mal wöchentlich statt und umfasst insgesamt 120 Stunden. Die Lehrerin erarbeitet themengebundene Wortschätze und erste grammatische Strukturen. Jedes Kind hat häufig Gelegenheit, sich individuell zu äußern. Reimspiele und Lieder ergänzen die Übungen. Durch das Vorlesen kleiner Geschichten lernen die Kinder auch komplexere Inhalte und die Sprachmelodie kennen. Die sprachlichen Übungen werden ergänzt durch Malen, Schneiden, Kleben, Basteln. Die Themen des Unterrichts sind durch die DAZ – Box (Vorkurs) gegeben. Zum Ende des Vorkurses werden die Bezeichnungen und Begriffe der Anlauttabelle gelernt. Sprachstandsdiagnose mit dem Sprachtest: „Fit in Deutsch“ oder „Cito Sprachtest“ Leitmedium: „DAZ – Box / Vorkurs“ Finken Verlag 2. Klasse 1 Für jede Klasse stehen 4 Stunden für die Sprachförderung zur Verfügung. Davon werden drei Stunden für einen über die Stundentafel hinaus gehenden zusätzlichen Sprachkurs verwendet. Eine Stunde soll für Teamteaching-Maßnahmen verwendet werden. Im zusätzlichen Sprachkurs werden die Themen des Vorkurses auf einer höheren Anspruchsebene wiederholt und um weitere Themen ergänzt. Zur Orientierung kommt die DAZ – Box zum Einsatz. Im Mittelpunkt des Unterrichts steht die Förderung des mündlichen Sprachgebrauchs. Im Verlauf des Schuljahres werden auch das Lesen und Schreiben einbezogen. Die Begriffe der Anlauttabelle werden zusätzlich geübt. Zur Eingruppierung der Kinder in den Sprachkurs wird ein Eingangstest durchgeführt, der zum Ende des Schuljahres wiederholt wird. Die zu ereichenden sprachlichen Ziele werden für das einzelne Kind vorab definiert und zum Ende des Schuljahres evaluiert. Die Gruppenstärke soll bei max. 12 Kindern liegen. Sprachstandsdiagnose: „Sprachstandsüberprüfung und Förderdiagnostik 1“ Persen Verlag Leitmedium: DAZ – Box“ Finken Verlag „Erzähl mir was“ – Lernspielesammlung zur DAZ - Box 3. Klasse 2 - 4 Der Sprachförderunterricht im Umfang von bis zu vier zusätzlichen Wochenstunden wird in enger Abstimmung mit den Zielen und Themen des Deutschunterrichts in der Regelklasse durchgeführt. Für diese Absprachen werden die im Rahmen der Teamstruktur der Schule festgelegten Kooperationsstunden genutzt. Die entsprechenden Inhalte werden begleitend geübt, vor- oder auch nachbereitet. Die Ziele des Sprachförderunterrichts werden als Kompetenzen beschrieben und zum Ende des Schuljahres durch Testverfahren evaluiert. Ziele:
Die Gruppengröße liegt bei ca. 12 Kindern. Individuelle Förderung:
Klasse 2/3: Inhaltliche Jahresübersicht Wortschatzerweiterung:
Erhöhung der Sprachkompetenz:
Verbesserung der Lesekompetenz:
Aufbau von Geschichten:
Sprachstandsdiagnose: „Sprachstandsüberprüfung und Förderdiagnostik 2 / 3“ Persen Verlag individuelle Rechtschreibdiagnose und ggf. Förderung: „Lernserver“ Universität Münster Evaluation der Lesekompetenz am Ende von Klasse 2 und Klasse 3 mit schuleigenem Evaluationsmaterial Leitmedium: Arbeitshefte und Wortkarten von „Hallo, Peter – wir lernen Deutsch 1 und 2“ Lernsoftware: „Deutsch ganz einfach“ Westermann Verlag „Mein erstes Lexikon“ Meyer-Duden Verlag „Modellwortschatztraining“ Colli Verlag Schulbücher aus den Beeichen Lesen, Sprache, Sachunterricht Klasse 4: Inhaltliche Jahresübersicht Die Kompetenzen, die die Schüler in den ersten 3 Schuljahren allmählich aufgebaut und weiter entwickelt haben, sollen im 4.Schuljahr gesichert und gefestigt werden. Hinzu kommt, dass den Schülern in besonderem Maße die Regelhaftigkeit der Sprache bewusst gemacht werden soll. Das Ziel ist es nicht nur, deutsch sprechen zu können, sondern richtig deutsch sprechen zu können. Grammatikalischer Grundkurs:
Erhöhung der Sprachkompetenz:
Sprachstandsdiagnose: „Sprachstandsüberprüfung und Förderdiagnostik 4“ Persen Verlag individuelle Rechtschreibdiagnose und ggf. Förderung: „Lernserver“ Universität Münster Evaluation der Lesekompetenz am Ende von Klasse 4: „Stolper – Wörter- Lesetest“ Leitmedium: „Hamburger ABC - Alphabetisierung in deutscher Sprache für multinationale Lerngruppen“ Lernsoftware: „Modellwortschatztraining“ Colli Verlag 4. Zusätzliche Maßnahmen Sprachförderung als Leitthema in den Lehrerkonferenzen Einrichtung eines Deutschkurses für türkische Mütter in Kooperation mit dem Stadtteilforum Süd – Ost, der REVAG und dem JuK – Haus (seit 2003) Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund in der offenen Ganztagsschule durch
5. Planungshilfen zur Entwicklung der Fachsprache Unter der Überschrift „Fachsprache ist mehr als Umgangssprache – Unterrichtseinheiten mit besonderer Deutschförderung“ hat der Vorsitzende des Grundschulverbandes Bartnitzky ein konzeptionelles Raster zur Erfassung der Fachsprache bei Sachunterrichtsthemen als Planungshilfe veröffentlicht. Dieses Raster kann vom 1. bis zum 4. Schuljahr eingesetzt werden. Es beinhaltet eine grundsätzlich angelegte Deutschförderung und ist deshalb nicht nur für Migrantenkinder bedeutsam. In der Lehrerkonferenz am 10.1.2006 hat das Kollegium das Planungsraster in einer Lehrerkonferenz besprochen und beschlossen, es in Zukunft anzuwenden. Zum Ende des Schuljahres wird der Einsatz der Planungshilfe evaluiert. 6. Planung für das Schuljahr 2006/07 Um leistungsstarken Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund den Übergang in das städtische Gymnasium zu ermöglichen, wird ein Projekt mit dieser Schule angestrebt:
Die Zustimmung der Schulleitung des städt. Gymnasium für dieses Modellprojekt liegt vor. [zurück] [Startseite] |