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Ampelsystem: So können alle gut arbeiten
(kb). Im Oktober 2009 haben die Kollegien der Freiligrathschule und der Ludgeri-Schule gemeinsam die Lehrerfortbildung „Coolness-Training“ besucht, in der es unter anderem darum ging, welche Aspekte des Schulalltags die Lehrer als besonders belastend empfinden. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass zunehmende Unterrichtsstörungen einen Hauptteil der Belastungen ausmachen. Mit dem Blick auf die Lehrergesundheit, aber auch auf die Schülergesundheit, wurde daraufhin ein Konzept entwickelt, das es den Lehrern ermöglicht, „cool“ und ohne zusätzliche Belastung auf dieses Problem zu reagieren. Für die Schüler sollte aber auch gleichzeitig klar erkennbar sein, welche Konsequenzen sie bei Störungen des Unterrichts zu erwarten haben. Grün, gelb, rot – diese Farben und ihre Bedeutung kennt jedes Kind bereits von der Ampel im Straßenverkehr. In jede Klasse wird eine Ampel aus Tonpapier aufgehängt und für jedes Kind gibt es eine Wäscheklammer mit seinem Namen. Zu Beginn stehen alle Wäscheklammern auf grün, bei regelwidrigem Verhalten wird die Wäscheklammer des Kindes auf gelb gesetzt, kommt es zu weiteren Regelverstößen wird die Wäscheklammer auf rot gesetzt. Steht die Wäscheklammer eines Kindes auf rot, hat das Kind mit Konsequenzen zu rechnen. Am Ende jeder Unterrichtsstunde kann das Kind sich wieder auf gelb oder grün zurückarbeiten, wenn es nach der Unterrichtsstörung gezeigt hat, dass es sein Verhalten verbessert hat. Dieses Konzept zum Umgang mit Unterrichtsstörungen soll helfen, ein friedliches Miteinander zu ermöglichen, damit sich alle Kinder und Erwachsenen wohl fühlen und gerne zur Freiligrathschule kommen. |
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(Kristina, 4a). Wir müssen uns gut benehmen, damit wir auf gelb oder grün kommen. Die Ampel ist für unser Benehmen da. Wenn man das erste Mal rot hat, dann muss man eine Sportarbeit machen. Wenn man das zweite Mal rot hat, muss man in einer anderen Klasse arbeiten. Hat man das dritte Mal rot, muss man ein Ampelblatt nehmen. Beim vierten Mal säubern diejenigen, die rot haben, die Schule. Hat man das fünfte mal rot, wird die Lehrerin zu den Eltern gehen. Hat man mehr als fünf Ampeln, gibt es mächtig Ärger. Man kann nicht nur eine rote Ampel kriegen, wenn man sich schlecht benimmt, sondern man wird auch höher gesetzt, wenn man petzt oder Beleidigungen sagt. (Andre, 4a). Das Ampelsystem finde ich schlecht, weil wir dadurch viel Ärger kriegen und uns das peinlich ist. Ich glaube, das System ist dazu da, dass wir lernen nicht mehr zu stören. Und wenn uns das peinlich ist, hilft es uns, dass wir zum Beispiel nicht mehr in die Klasse rufen. Die Strafen sind sehr anstrengend, zum Beispiel sportliche Übungen, ein Arbeitsblatt zu machen, in einer anderen Klasse zu arbeiten, oder das jemand zu uns nach Hause kommt. Zuerst kommt man von grün auf gelb und danach auf rot. Wenn man wieder nett ist, kommt man zum Beispiel von gelb wieder auf grün. Wenn man zu spät von der Pause kommt, kommt man auch eins höher, auch wenn man sich streitet und wenn man jemanden beleidigt. [zurück] |
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